"A Twist of Fake"

Was ist das auf  ´"A Twist Of Fake "´? Avantgarde, Soul, Bossa Nova, House, Wave, Pop oder Rock? Ja, Pop ist es immer, wenn keine andere Kategorie so richtig passt. Rock ist es, wenn eine E-Gitarre auftaucht, House, wenn die Beats besonders elektronisch sind, Bossa Nova, wenn man bei dem Rhythmus mit muss, Soul, wenn der Sänger sich ins Zeug legt und an den richtigen Stellen sein Organ in den Vordergrund bringt und Avantgarde, ist das immer dann, wenn die Melodie zumindest hier und da mal die gewohnte Linie verlässt. Nun ja, dann ist das Debüt von Orangepeeler genau das alles. Obschon das Album als Ganzes nicht in einer einzigen einzelnen Schublade passt. Sämtliche elf Songs lassen den Gefühlen Raum sich zu entfachen, sie entfachen sogar Gefühle. ´A Twist Of Fake´ irritiert bisweilen unbeschreiblich. Ist auch unbeschreiblich rätselhaft und gleichzeitig unbeschreiblich zugänglich. Kurzum: unbeschreiblich seltene Mischungen, die dank ihrer Rätselhaftigkeiten unbeschreiblich lange Spaß zu machen scheinen!

Westzeit -Talentamt



Orangenschale ist zu dick für den Sparschäler, das leuchtet ein. Trotzdem muss man kein Vitaminverweigerer sein, um sich keinen Orangenschäler zuzulegen. Warum? Ein Kartoffelschäler tuts doch auch!

Warum überhaupt das Stichwort, wenn es um orangepeeler geht? Warum nennen Mr Roommann, Ciao Marco und Little Toe ihre Band ORANGEPEELER? Warum landen bei den Münsteranern Acidjazz,  Grunge, Drum and Bass, Funk und Wave im Smoothie - Mixer?

Nix genaues weiss mann nicht, aber orangepeeler pellen sich ganz offensichtlich ein Ei auf Genres. Zwei Scheiben hat das Trio bisher veröffentlicht. Die EP "Superwoofer und das Album "A Twist of Fake". Warum klingt orangepeelers wilder Fusion-Rock, dieser Disco-Unfall zwischen frühen Marillion, den schrägeren Sachen von Queens of the Stone age und dem Weirdo Rock von Ween eigentlich auch noch so mühelos und zielsicher?

Am besten fragt ihr sie das selbst. Auf dem Woodbunge 2019. Willkommen orangepeeler.

 

celebrarehumanumfest festival 2019


Die Debüt-CD "A Twist of Fake" des Trios orangepeeler ist zwar schon seit einer Weile im Eigenvertrieb veröffentlicht, der klanglichen Zeitlosigkeit des Outputs tut dies jedoch keinen Abbruch. Genretechnisch einzuordnen ist das was Alex Ranft (guit., voc.), Martin Zimmermann (dr) und Marco Henkenjohann (b) hier auf elf Eigenkompositionen vorlegen, nicht ganz so einfach. Das Trio spannt einen breitgefächerten Bogen von Avantgarde über Bossa Nova hin zu Soul, Wave und Rock - ohne sich je festzulegen. Mit unvorhersehbaren Tempo- und Stimmungswechseln irritieren und faszinieren Songs wie "Never sleep Again" oder "ALien Disko" gleichermaßen.

Ultimo, 2017